Die Spieler in der Einzelkritik - Teil II
Patrick Baumstark
Lange war es fraglich, ob der Mann vor der Abwehr nochmals gegen den Ball treten kann. Die Vorbereitung aber ließ schon vermuten, dass er wieder da ist. Und so ist es. Seine Präsenz im Mittelfeld ist unangefochten sehr groß, sein Will Spiele zu gewinnen unbestritten. Zwar merkte man ihm in den ersten Spielen die fehlende Wettkampfpraxis an, doch alles andere wäre auch unmenschlich gewesen. Er steigerte sich von Spiel zu Spiel und ist nahezu nicht zu ersetzen. Bis auf zwei, drei Spiele konnte er seine Zweikämpfe auch „kartenfrei“ bestreiten. Wenn es bei ihm Kritikpunkte geben soll, dann wäre dies einzig vielleicht die verhaltene Offensivausrichtung. Spielt er die „6“ alleine, dann wirkt das „Loch“ zwischen ihm und der Offensive von außen betrachtet sehr groß.
Das sagt der Trainer: Er ist nach einem Jahr Verletzungspause leider noch nicht der Alte. Seine Präsenz auf dem Platz ist jedoch für uns sehr wichtig und auch die Gegner nehmen dies zur Kenntnis.
Daniel Scigliuzzo
Der Neuzugang hat richtig gut eingeschlagen. Auch wenn er den Schritt zurück vom Spielertrainer zum Spieler gemacht hat, so hat er sich doch kommentarlos in die Hierarchie wieder eingeordnet. Ab und an merkt man aber doch noch, dass er das „Trainer-Gen“ noch in sich hat. In den meisten Fällen ist das auch gut so, ab und an vielleicht ein wenig überzogen. Sportlich gesehen belegt Scigliuzzo das Spiel des VfR. Über rechts geht wieder deutlich mehr nach vorne, Flanken werden geschlagen und kommen auch gut an. Zuletzt aber ging auch seine Formkurve nach unten. Wählte er zu Beginn der Runde in nahezu jeder Situation immer die richtige Entscheidung, so „verzettelte“ er sich gegen Ende ab und an. Wird auch in der Rückrunde gesetzt sein.
Das sagt der Trainer: Ein Gewinn für unser Spiel und unsere Mannschaft. Hilft besonders den jungen Spielern im Training und Spiel. Er ist sehr mannschaftsdienlich, manchmal allerdings wünsche ich mir bei ihm noch mehr Egoismus, sprich er kann öfters selbst den eigenen Abschluss suchen.
Jeton Gjuraj
Hatte seine beste Phase ganz klar zu Beginn der Runde, als er wichtige Tore für den VfR schoss. Dann fiel er allerdings in ein kleines Loch, was sich leider auch bis zum Ende der Vorrunde durchgezogen hatte. Man muss dazu aber auch sagen, dass er als „Zehner“ sehr darunter litt, dass oftmals mit langen Bällen gespielt wurde. So hatte er erst gar nicht die Möglichkeit, seine kreativen Momente zu zeigen. Ähnlich wie bei Scigliuzzo fehlte auch ihm gegen Ende oftmals die richtige Entscheidungsfindung in einzelnen Momenten. Seine Künste sind aber unumstritten, nur die Ansprüche an ihn eben auch sehr hoch. Der kleine Mann braucht aber einfach auch die Unterstützung der Mannschaft und der Trainer/Betreuer, um seine beste Leistung abzurufen.
Das sagt der Trainer: Jeton kam stark in die Runde, danach jedoch schwankten seine Leistungen. Von ihm als klasse Fußballer erwarte ich in der Rückrunde eine absolute Steigerung.
Stanislav Radke
Der junge Mann durchlebte ein Auf und Ab in der Vorrunde. Mal spielte er, mal nicht. Mal spielte er gut, mal nicht. Zwischenzeitlich hatte man das Gefühl, er sei von seiner „jugendlichen Spielweise“ weggekommen und habe taktisch dazugelernt. Zuletzt wirkte es aber leider wieder wie ein Schritt zurück. Die Leistungen ließen nach, er konnte bei Einwechslungen keine gewünschten Impulse mehr geben. Da er aber ein Trainingstier ist und die Vorbereitungen mit Sicherheit wieder 100% durchziehen wird, ist er eine gute Alternative für die Stammelf zu Rückrundenbeginn.
Das sagt der Trainer: Einsatz und Laufbereitschaft sind bei ihm immer sehr zu loben. Auch sein Trainingsfleiß ist absolut spitze. Allerdings muss er in gewissen Situationen und Aktionen noch ruhiger werden.
Marcel Kristofic
Bei ihm ist es ähnlich wie bei Unterthiner. Zu Beginn der Runde fiel er mit seiner Unbekümmertheit und seiner Leichtigkeit auf, setzte seine Schnelligkeit und Schusstechnik perfekt ein und war der Gewinner der Vorbereitung. Nach und nach allerdings ließ leider auch er nach. Verletzungen und Sperren kamen dann auch noch dazu. Wie schon erwähnt, über seine fußballerischen Fähigkeiten muss man nicht sprechen, die hat er zweifelsohne von seinem Vater geerbt. Wenn er es jetzt noch schafft, auch in Zweikämpfen cleverer und dennoch intensiver zu agieren, dann wird er für Abeska Option Nr.1 für die Position im linken Mittelfeld bleiben.
Das sagt der Trainer: Hat in seinen ersten 5 Monaten im Seniorenbereich schon mehr erlebt als andere in 10Jahren. Schlug am Anfang ein wie eine Bombe. Danach mehrere Muskelverletzungen, eine rote Karte im Pokalspiel und zuletzt der Bruch des Oberschenkels. Marcel ist Fußballer durch und durch und wird wieder kommen, da bin ich mir sicher.
Marco Müllner
Durfte zu Beginn der Saison nach starken Leistungen in der Reserve endlich auch in der Ersten von Beginn an ran. Leider blieb es bei einem 45Minuten-Einsatz.
Das sagt der Trainer: Zeigte zu Beginn der Saison beachtliche Leistungen und war deshalb auch immer in meinem Blickfeld. Marco befindet sich derzeit allerdings auf Studienreise.
Benjamin Rehn
Stand nach langer Verletzungspause zu Beginn der Runde plötzlich auf dem Feld und stach den ein oder anderen aus. Macht seine Sache, mal wieder auf unterschiedlichen Positionen, ordentlich bis gut. Das Spiel gegen den RSC war dann jedoch sein Saisonaus. Ein erneuter Kreuzbandriss warf ihn weit zurück.
Das sagt der Trainer: Zu Saisonbeginn war einer meiner Stammspieler, bis er sich dann leider wieder schwer verletzte. Befindet sich derzeit in Reha.
Florian Wein
Hatte schon in der Vorbereitung wenig Zeit zum trainieren. Doch seine fußballerischen Fähigkeiten sowie seine vorhanden Fitness machten ihn für Abeska dennoch zu einer Alternative. Im Spiel gegen Kuppenheim agierte er dann von Beginn an und verletzte sich prompt wieder an der Schulter. Für ihn wird es eng, nochmals auf den Platz zurückzukehren.
Das sagt der Trainer: Kann im Moment aufgrund Schulterproblemen keinen Sport betreiben. Er fehlt uns als Ideengeber im Mittelfeld. Ich hoffe sehr, dass er in der Rückrunde nochmals einsteigen kann.
Manuel Weinbrecht
Er konnte sich in dieser Spielzeit leider noch nicht so oft zeigen. Fehlte immer mal wieder, ein WehWehchen da, ein WehWehchen dort. Gegen Ende der Hinrunde blieb er dann von Blessuren verschohnt und konnte im Training und in den Spielen der Reserve wieder zeigen, wie man im Mittelfeld Bälle erkämpft.
Das sagt der Trainer: Aufgrund diverser kleiner Verletzungen wurde er immer wieder zurückgeworfen. Zum Ende der Hinserie hat er sich aber wieder gut zurückgemeldet.
Christian Rieth
Kam frisch aus der Jugend und musste gleich im ersten Spiel in der Reserve eine schwere Gesichtsverletzung in Kauf nehmen. War aber schnell wieder da und zeigte in der zweiten Mannschaft gute Leistungen. Stand gegen Durmersheim erstmals im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.
Das sagt der Trainer: Ein junger, zurückhaltender Bursche, in dem mehr steckt als viele vermuten. Christian kann für den
VfR in Zukunft ein wichtiger Spieler werden.
VfR Bischweier 1919 e.V.
